Bewältigung von Corona-Infektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in Deutschland seit Wochen an. Immer mehr Menschen infizieren sich mit der Omikron-Variante, müssen deshalb selbst in Quarantäne oder wegen der erkrank-ten Kinder zu Hause bleiben.
Auch die Einrichtungen der Sozialstiftung Köpenick bleiben nicht von den Erkrankungen verschont. Es fehlen somit auch Mitarbeiter*innen. Alle Kräfte müssen deshalb aktiviert werden. Hier einige Beispiele:

Im Seniorenzentrum Köpenick arbeiten an einzelnen Tagen die Qualitätsbeauftragten und sogar der Einrichtungsleiter, Herr Schreiber, in der Pflege mit. Vorteilhaft ist, dass alle diese Personen Pflegefachkräfte sind. Herr Schäfer, der Kulturverantwortliche, arbeitet mal im Wohnbereich, mal bei der Essensausgabe mit – wie auch Mitarbeiter*innen aus der Verwaltung.

Die Personalleiterin Frau Thumm tauscht an einzelnen Tagen ihren Arbeitsplatz: Dann testet sie von 8 bis 11 Uhr in der Teststelle die Kolleg*innen und viele Besucher*innen der Sozialstiftung, die bei ihren Angehörigen im Seniorenzentrum vorbeischauen wollen. Dirk Driewer, der Integrationsbeauftragte, hilft sowohl in der Teststelle aus als auch beim Testen auf den Wohnbereichen und beim Verteilen von Essen. Er findet den Perspektivwechsel sehr interessant. „So lerne ich die Arbeit der Pflegefachkräfte direkt kennen und nicht nur vom Hörensagen. Respekt, es ist ganz schön anstrengend, vor allem das häufige An- und Ausziehen der Schutzkleidung, wenn ich die Bewohner*innen in Quarantäne teste.“ Dabei kann es auch emotional werden. Eine Bewohner*in fühlte sich durch die Schutzkleidung an-scheinend an den Krieg erinnert und hatte Angst; sie dachte an einen Gasalarm.

Jeden Morgen, wenn Herr Schmitz als Einrichtungsleiter von SpreeTakt – BFB Spindlersfeld zur Arbeit kommt, erwartet ihn der aktuelle Sachstand. Beispiel 5. KW: Dort fehlte fast die Hälfte der Mitarbeiter*innen. Das dennoch alles klappte, erstaunt und erfreut ihn. „Unsere Arbeit wurde durch Corona sehr verändert. Jetzt mussten wegen der Ansteckungsgefahr Kleinstgruppen gebildet werden und es gibt viel mehr Einzelangebote. Jeder Raum wird genutzt, um die Ansteckung unter den Teilnehmer- und den Mitarbeiter*innen zu verringern. Dies führt zu weniger sozialen Kontakten, die so wichtig sind für unsere Teilnehmenden.“ Zur Vorsicht werden Mitarbeitende und Teilnehmer*innen täglich getestet. Das geht zwar über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, ist aber zum Schutz aller sinnvoll. Mit Corona ist der Austausch im Team schwieriger geworden. Um Kontakt zu halten, treffen sich die Mitarbeitenden z.B. morgens für 15 min draußen zu einem Meeting.

Herr Niendorf freut sich über das Engagement und die Flexibilität der Mitarbeiter*innen. Am Standort Spindlersfeld hilft man sich bspw. aus. Da auch in den Wohngruppen im Haus Mentzelstraße viele Kolleg*innen fehlen, unterstützen Kolleg*innen von SpreeTakt.

Fast überall in unseren Einrichtungen tragen die Mitarbeiter*innen den ganzen Tag FFP2-Masken. Das ist anstrengend. Damit jede*r mal die Maske für einige Minuten abnehmen und frische Luft atmen kann, vertritt man sich gegenseitig.